Sizilianisches Lexikon - Quasimodo

Sizilianisches Lexikon, für die Reise und den Wissensdurst

Quasimodo, Salvatore (1901-1968), in Modica geborener italienischer Lyriker, Kritiker und Essayist. Zunächst Bauingenieur, begann Quasimodo früh zu schreiben und hatte 1938 bereits fünf Gedichtbände veröffentlicht, darunter Acque e terre (1930), Erato e Apollion (1936) und Poesie (1938). Seit 1940 war er Theaterkritiker der Zeitschrift Tempo, ein Jahr darauf lehrte er italienische Literatur am Mailänder Konservatorium. Neben Giuseppe Ungaretti und Eugenio Montale avancierte Quasimodo zum wichtigsten Vertreter des Hermetismus (italienisch Ermetismo), der sich durch eine für die Lyrik der Moderne typische kryptische (geheimnisvolle) Bildersprache und Mehrdeutigkeit auszeichnet und dem Symbolismus nahe steht. Nach dem 2. Weltkrieg wurden seine Schriften gesellschaftlich engagierter und vertreten die Position einer poesia sociale, so etwa in Giorno dopo giorna (1947, Tag um Tag).

Eine Sammlung seiner Schriften über das Theater erschien 1961. Quasimodo übersetzte auch klassische griechische und lateinische Autoren, Shakespeare und moderne englische, französische und amerikanische Dichter. 1959 wurde ihm der Literaturnobelpreis verliehen.

Weitere Spätwerke Quasimodos sind La vita non è sogno (1949, Das Leben ist kein Traum), La terra impareggiabile (1958) und Dare e avere (1966). Quasimodo starb am 14. Juni 1968 in Neapel.

QUELLENANGABE: "Quasimodo, Salvatore," Microsoft® Encarta® Online-Enzyklopädie 2002 http://encarta.msn.de © 1997-2001 Microsoft Corporation.